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George Lazenby

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George Robert Lazenby, geboren am 5. September 1939 in Queanbeyan (New South Wales, Australien) spielte nur in Im Geheimdienst ihrer Majestät als Nachfolger und gleichzeitig Vorgänger von Sean Connery in der Rolle James Bond.

Der in Australien geborene George Lazenby ist der Bonddarsteller mit der wohl dramatischten Karriere überhaupt. Dabei fing alles so gut an...

Ursprünglich als Autoverkäufer und Werbemodel für Lebensmittel (Big Fry-Schokolade) tätig, mauserte sich der junge Australier George Lazenby zum ersten Nachfolger von Ur-Bond Sean Connery. Lazenby hatte am Anfang seiner Karriere Glück wie kein anderer. Bei einem Friseurtermin traf er zufällig auf Albert. R. Broccoli, welchem der gutaussehende junge Bursche sofort ins Auge gefallen ist. Lazenby sah seine Chance gekommen ganz groß rauszukommen. Also ließ er sich die Haare so schneiden, wie Connery sie als Bond trug, und besorgte sich einen teuren Smoking, welcher übrigens ursprünglich für Connery geschneidert wurde. Er hatte ihn jedoch nie abgeholt. So ausgestattet ging Lazenby zu den Produzenten. Er versuchte es auf die "Alles oder Nichts" Methode. Obwohl ihn die Empfangsdame zuerst nicht durchlassen wollte, huschte Lazenby einfach frech an ihr vorbei, und ging schnurstracks in das Büro der Produzenten. Dort stellte er sich möglichst überzeugend hin, und sagte locker: Ich habe gehört, ihr sucht einen neuen James Bond...

Anstatt Lazenby zum Teufel zu jagen, waren die hohen Tiere jedoch sehr beeindruckt von seinem lässigen und selbstsicheren Auftreten. Lazenby wurde daraufhin in die Liste der möglichen Anwärter aufgenommen. Bei den Screentests gab Lazenby alles, und schlug einmal einem Stuntman so stark auf die Nase, dass diese danach gebrochen war. Dies war laut vielen Aussagen der Punkt, an dem Lazenby die Rolle intus hatte. Bei seinem Vorsprechen belog Lazenby übrigens die Produzenten, und behauptete schon mehrere kleinere Filme gemacht zu haben. Später gestand er ihnen ein, noch völlig unerfahren zu sein, und nur ein paar Werbespots gedreht zu haben. Die Produzenten sagten daraufhin: Sie haben uns ganz schön an der Nase herumgeführt. Wissen sie was? Sie sind ein echter Schauspieler!

Seine Unerfahrenheit im Schauspielbusiness sah man als zweitrangig an. Doch weit gefehlt. Lazenby sorgte schon bald darauf für so manche Probleme am Set, und stritt sich regelmäßig mit den Produzenten. Er entwickelte schnell Starallallüren und stellte sich (beinahe) auf eine Stufe mit Connery. Doch die Produzenten gaben ihm schnell zu verstehen, dass er nur sehr viel Glück gehabt hat, und man jedem anderen gutaussehenden Mann ebenfalls die Rolle von 007 hätte anbieten können. Trotz aller Probleme am Set gab sich Lazenby viel Mühe, und wollte (fast) alle Stunts selber machen, wobei er sich einen Arm brach. Obwohl oft behauptet wird, dass Lazenby von den Produzenten gefeuert wurde, ist dies nicht der Fall! Man wollte Lazenby trotz aller Probleme sogar einen Vertrag für mehrere Bond-Filme anbieten, welchen er jedoch (auf Rat seines Agenten) nicht unterschrieb. Später bezeichnete Lazenby dies als "den größten Fehler seines Lebens". Nach seinem Scheitern als Bond wurde Lazenby von der Filmindustrie weitgehend gemieden, und bekam nur noch Rollen in heute längst vergessenen B-Movies. Ursprünglich wollte Bruce Lee mit dem Lazenby gut Freund war diesen in seinem Film "Mein letzter Kampf" mitspielen lassen, doch daraus wurde nichts, da Lee überraschend verstarb. Lazenby hat übrigens den schwarzen Gürtel in mehreren Kampfsportarten, und golft für sein Leben gern.

George Lazenby war zweimal verheiratet, und hat fünf Kinder, von denen aber eines leider verstorben ist.


Spätere Beurteilung

Rückblickend wird George Lazenby von den meisten Bond-Fans als der schlechteste und talentfreiste Darsteller der ganzen Reihe angesehen. Im Gegensatz zu Timothy Dalton, der ebenfalls sehr umstritten (in dieser Rolle) war, besserte sich Lazenbys Ruf unter den Fans im Laufe der Jahre jedoch kaum. Sein einziger Auftritt als 007 wird nicht selten als ein Kuriosum der offiziellen Filmreihe angesehen, und meist nicht richtig ernst genommen.

Man darf allerdings nicht vergessen, wie schwer es Lazenby hatte nach dem unvergleichlichen Sir Sean Connery eine genauso beeindruckende Leistung abzuliefern. Schließlich war er ein blutiger Anfänger im Schauspielgeschäft. Körperlich spielte Lazenby 007 jedoch sehr überzeugend, und wirkte in den Faustkämpfen deutlich glaubwürdiger als die meisten anderen Bond-Darsteller.

Lazenby hatte so gesehen praktisch gar keine Gelegenheit sich richtig in der Rolle zu entfalten. Leider wird dies nur selten berücksichtigt. Lazenby versuchte aus seinem einzigen Auftritt als 007 (finanziell) so viel wie möglich herauszuholen, und trat oft bei diversen Interviews und TV-Shows auf, die er sich gut honorieren ließ.

Sein einziger Bond-Film "Im Geheimdienst ihrer Majestät" gilt jedoch unter vielen Fans inzwischen als Geheimtipp. Denn trotz Lazenby gehört der sechste Einsatz von 007 zu den besten der gesamten Reihe!

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George Lazenby auf einem Promotion Foto für den Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" als James Bond

Nachweise


Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. März 2017 um 04:25 Uhr geändert.

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